Naga Rakshaya

Tanzmaske

Bei dieser Maske handelt es sich um einen Schlangendämon, der zu den mythischen Wesen der raksha gehört. Die Schlangen oder auch nagas gelten als die Ureinwohner Sri Lankas. Ihr Todfeind ist der mythische Vogel Garuda. Die Tänze der raksha sollen bei Tänzern und Publikum Unheil abwenden.

 

DIE BÜHNE GEHÖRT DEN TÄNZERN

Wayang topeng - das Maskentheater

Im wayang topeng-Theater treten maskierte Tänzer auf. In Mitteljava sprechen die Tänzer selbst, in anderen Regionen sitzt der dalang (Spielführer) rezitierend an der Seite. Bei dieser wayang-Form steht neben den indischen Erzählungen Ramayana und Mahabharata der Panji-Zyklus im Vordergrund. Es geht um die Abenteuer des javanischen Prinzen Panji, die auf alten Volksmaskenspielen basieren.

An der Nordküste Javas wird Panji durch Damar Wulan ersetzt. In Cirebon tritt stattdessen Prinz Menak in Erscheinung. Es gibt sowohl Dorfensembles als auch das Maskenspiel an den Fürstenhöfen. Das wayang topeng ist weniger populär als das wayang kulit (Schattenspiel mit Figuren aus Büffelleder).

 

EINE TRADITION AUF DEM RÜCKZUG

Maskentänze aus Sri Lanka

Die kolam-Masken sind klassische Theater-Masken, die sanni yakuma sind Krankenheilungsmasken. Im kolam-Theater (kolam maduva) werden lokale Geschichten gespielt, in denen Könige, Bauern, Dorfbewohner, Händler, Götter und mythische Wesen auftreten. Oftmals üben die Stücke Kritik an Zuständen in der Gesellschaft.

Die sanni yakuma-Masken repräsentieren den krankheitsverursachenden Dämon, der vom Patienten Besitz ergreift. Der Kranke nimmt an einem die ganze Nacht andauernden Ritual teil. Die Tänzer bewegen sich zum Teil in Trance.

Die eigentlichen Krankheitsmasken treten erst nach Mitternacht auf. Die sanni yakuma-Tänze werden nur noch selten aufgeführt.